DAS KLEINE ICH BIN ICH

VS / NMS Bad Goisern (OÖ)
1. - 8. Schulstufe
Hörspiel - AUDIO PREISTRÄGER 2017

Inhalt

„Das kleine Ich bin ich“ von Mira Lobe wurde bereits mehrmals übersetzt, aber diese Kombination ist neu: Die SchülerInnen der VS und NMS Bad Goisern haben den Kinderbuchklassiker ins Türkische, ins Arabische und ins Goiserische (= Dialekt in Bad Goisern) übersetzt und neu vertont. Entstanden ist ein witziger Sprachenmix, der so seinen Anfang nimmt: „Auf da buntn Bloeminvisn, geht a bunts Vi spozirn, wondat zwischn greane Hoim, wondat unta Schilingspoim. Freit si, dass die Vögln singand, freit si on de Schmettaling.“

Die Kinder schlüpfen unter anderem in die Rolle von Laubfrosch, Nilpferd und Papagei, komplexe Klangbilder untermalen das Hörbuch. Fazit: In Kooperation mit der Musikschule Bad Goisern und dem Freien Radio Salzkammergut ist ein sehr professionelles Hörbuch entstanden, das vom unüberhörbaren Schauspieleinsatz der Kinder getragen wird. 

Und wer sich das nicht anhört ist dumm. Bumm. 

Projektleitung: Ute Eckhart (Tagesbetreuung Bad Goisern), Evelyn Ritt (Freies Radio Salzkammergut), Christian Kapun (Landesmusikschule Bad Goisern)

Jurybegründung

Auch wenn diese Produktion nicht im unmittelbaren Unterricht, sondern in der Tagesbetreuung entstanden ist, haben die sehr jungen Beteiligten bestimmt viel gelernt. Die Adaption des beliebten Kinderbuchklassikers von Mira Lobe ermöglichte es ihnen eine Menge neuer Fähigkeiten zu erproben. Das Hörspiel besticht durch eine sehr kreative Umsetzung des bekannten Stoffes. Denn die bekannte Frage nach der Gruppenzugehörigkeit wird hier in verschiedenen Sprachen verhandelt, und zwar ohne diese gegeneinander auszuspielen oder zu bewerten. Als einzigen Wermutstropfen empfanden wir den Einsatz einer professionellen Sprecherin. Denn obwohl diese sicher zu größerer Relevanz und Akzeptanz und damit wohl auch zu mehr Publikum beitragen kann, schafft sie doch eine Hierarchie zwischen Laien und Profis, die die Intentionen des Projekts ein klein wenig unterläuft. Bad Goiserisch zu hören hat uns letztlich aber doch soweit versöhnt, dass wir frohen Herzens zur Auszeichnung gratulieren.